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Cyclassics 2004

HEW - Cyclassics 2004

Freitag, 30. Juli 2004

Am frühen Abend machten wir uns auf den Weg nach Hamburg, für das ganze Wochenende haben sie ein super Wetter vorhergesagt. Thomas, Herbert und Mathias fuhren voraus, Frank und ich dahinter. Kurz vor halb Neun erreichten wir dann unser Hotel in Hamburg, das Telekom Tagungshotel. Jeder brachte seine Sachen auf`s Zimmer und anschließend ging es noch gemeinsam mit der S-Bahn in die Stadt. Schon jetzt konnte man die Vorbereitungen auf die Cyclassic in der Innenstadt beobachten, wie die Tribünen aufgebaut und die Straßen abgesperrt wurden. Wir ließen den Abend dann bei "Alex" ausklingen.

Telekom Tagungshotel
Alex Alsterpavillon

Samstag, 31. Juli 2004

Mit dem schlafen war bei mir nicht so besonders, ist aber immer so bei mir, wenn ich in Hotels schlafe. Um neun trafen wir uns dann alle zum Frühstücken, wir hatten reichlich Auswahl und ließen uns auch viel zeit dabei. Danach ging es wieder in die Stadt, wir ja noch unsere Startunterlagen abholen. Jeder bekam seinen Startbeutel mit der Startnummer für das morgige Rennen und noch vielen Extras dazu. Die nächsten Stunden verbrachten wir damit, durch die Innenstadt zu bummeln und einzukaufen.

 

Anschließend stärkten wir uns wieder bei "Alex" und warteten das sich das plötzlich aufziehende Sommergewitter wieder verzog. Vom Alsterpavillon konnten wir, bei heftigen Regenschauer, noch ein Rennen der 11-13 jährigen zuschauen. So schnell wie das Gewitter aufzog, so schnell verschwand es auch wieder. Entlang am Jungfernstieg schauten wir noch bei vielen Ausstellern rein und beobachteten weitere Rennen der HEW-Youngclassics.

 

Mit der S-Bahn ging es wieder zum Hotel zurück, ruhten uns dort kurz aus, bevor wir dann mit unseren Rädern zurück in die Stadt zur Pasta Party fuhren. Es gab wieder reichlich Nudeln, entweder mit Sahne oder Tomatensauce. Danach noch ein Milchshake von Burger King und alle waren zufrieden. So ging dann an diesen Abend auch jeder früh schlafen um sich auf das große Rennen morgen vorzubereiten.

 
Blick auf die Binnenalster
Frank bei der Akkreditierung
Shoppen in der Innenstadt
Jörg
von links: Thomas, Herbert und Frank

die große Pasta-Party:

Jörg und Herbert
Herbert und Mathias
Frank
Thomas und Herbert
Mathias
unsere Räder

 

Sonntag, 1. August 2004

Der große Tag! Kurz nach halb sechs klingelte der Wecker, viel besser geschlafen als in der vergangenen Nacht hatte ich erneut nicht. Zu viel ging mir durch den Kopf, nur nicht stürzen, hoffentlich kommen auch die anderen alle gut durch und so weiter. Ich rief mit dem Handy schnell zu Frank durch, der mal wieder keinen Wecker dabei hatte. Um sieben dann wieder gemeinsames frühstücken, danach die Räder holen, den Transponder befestigen und gegen 8 Uhr zur S-Bahn hin. Viel wurde nicht mehr gesprochen untereinander, jeder ging wohl seine Gedanken nach. Thomas und Herbert wollten heute die 170 km Strecke fahren, Frank und ich die 115 km und Mathias die 55 km.
Das Wetter spielte auch mit, schon jetzt am frühen Morgen war es sehr angenehm, mit viel Sonnenschein. Auf den Hauptbahnhof angekommen, trennten sich auch schon unsere Wege, Mathias startete aus der Alsterglacis, während wir anderen aus der Mönckebergstraße starteten. Thomas und Herbert verloren wir auch schnell aus den Augen, als die beiden in ihren Startblock K gingen. Frank musste in den Block E, ich eigentlich in C, ging aber dann mit Frank damit wir zusammen losfahren konnten. Das beste war, wir konnten tatsächlich den Start und Zielbogen sehen, daran war im letzten Jahr gar nicht zu denken, als wir im Block R starten mussten. Und wir brauchten diesmal auch keine halbe Stunde warten, bis wir losfahren konnten. Kurz nachdem die ersten unterwegs waren, durften auch wir und auf den Weg machen. Frank und ich hatten uns so abgesprochen, das wir möglichtst lange zusammen bleiben wollten, sollten wir uns aber aus den Augen verlieren, musste jeder sein eigenes Rennen fahren. Zügig und hektisch ging es wieder los. Trotzdem verliefen die ersten 30 Kilometer ohne Zwischenfälle für uns, das Tempo war, soweit auch ganz okay, nur das wir schon die eine oder andere Lücke mehr zufahren mussten, als noch im letzten Jahr. Ich fühlte mich wirklich auf den Punkt topfit, eine noch bessere Form im Jahr zu bekommen, war kaum möglich. Frank ging es genau so, keine Erkältung im Vorfeld, wie noch im letzten Jahr bei ihm.


warten auf die S-Bahn


Frank am Start

Kritisch wurde es immer dann, wenn ein Fahrer seine Trinkflasche verlor, die Kurve zu eng nahm oder einfach unkonzentriert war, einmal stockte es plötzlich vor uns und wir mussten quer über einen Grünstreifen ausweichen. Außer das wir etwas Zeit verloren, ist zum Glück nicht viel mehr passiert. An einer anderen Stelle hatte ein Fahrer weniger Glück, im vorbeifahren sah ich ihn am Streckenrand liegen und einige Sanitäter die sich über ihn beugten. Kurz darauf kam uns ein Rettungswagen mit Blaulicht entgegen. Mein Rennen selber hatte ich gut im Griff, Frank und ich waren nach der hälfte der Strecke immer noch zusammen, nur das ich öfters kleinere Lücken zufahren musste machte das ganze etwas schwerer. Am Deich entlang blieb die Geschwindigkeit immer so zwischen 42 und 46 km/h. Prima dachte ich mir, so könnte ich vielleicht wieder den Schnitt vom Vorjahr erreichen. Schließlich lagen ja auch noch die Harburger Berge und die Köhlbrandbrücke vor uns. Leider verloren Frank und ich uns am Anfang der Harburger Berge. So musste jeder sein Rennen fahren. Die Anstiege in den Harburger Bergen fand ich diesmal nicht besonders anstrengend, im Jahr zuvor habe ich dort mehr Problme gehabt. Mit ruhigen tritt fuhr ich weiter, vorne konnte ich das 52 Blatt lassen und hinten reichte mir das 17er. In Frankfurt, Anfang Mai, beim Henninger Turm war ich noch bei jeder Steigung wie wild am schalten, alle drei Kettenblätter vorne durch. Nein, diesmal war es ganz anders, nicht das ich die Steigung mit Frankfurt vergleichen möchte, ich fühlte mich einfach in besserer Form hier. Frank erzählte mir später, das es ihm auch so ging. Nach den Harburger Bergen ging es rasant hinunter, aber es war auch schwer eine gute Gruppe wieder zu finden. Keiner wollte mehr, oder konnte mehr richtig auf`s Tempo drücken, bis zu diesen Zeitpunkt hatte ich einen Schnitt der um die 42 km/h lag. Wollte ich am Ende immer noch einen guten Durchschnitt haben, so musste ich selber was dafür tun, also ging ich immer öfters in die Führung ... nur machten die anderen nicht richtig mit, ließen abreißen oder wollten sich nicht an der Führungsarbeit beteiligen.
Klar, das diese Fahrweise an die Substanz ging, vielleicht fiel mir deswegen die Anfahrt auf die Köhlbrandbrücke auch so schwer. Auf den Anstieg die Köhlbrandbrücke hinauf, der immerhin zwischen 4 und 7 % betrug, hatte ich hart zu knabbern. Kein leichter Tritt mehr, ich musste kämpfen. Das alles ist im vergangenen Jahr, an dieser Stelle hier, besser gelaufen. Allerdings musste ich da auch nicht so viel arbeiten bis ich die Brücke erreichte, diesmal bin ich schon erschöpft hier angekommen. Die Abfahrt hinunter habe ich mich einfach nur Rollen lassen, wenigstens sah es unten so aus, als ob ich in einer größeren Gruppe bis zum Ende mitfahren könnte. Die Gruppe war schon recht groß, nur leider auch ziemlich langsam. Das Tempo lag gerade mal so um die 32-34 km/h und noch etwas mehr als 10 Kilometer lagen vor uns. Mein schöner Schnitt war wieder in Gefahr, das durfte doch alles nicht wahr sein, wollten denn die anderen nicht auch eine gute Zeit erreichen? Wieder setzte ich mich an die spitze, ich konnte zwar auch nicht mehr so das Tempo hochhalten wie ich es mir vorstellte, aber es war mit 38 km/h immer noch besser als vorher. Die letzten Kilometer waren die Hölle, keiner übernahm mehr die Führung und meine Kräfte waren auch ziemlich am Ende.


Jörg am Start


Frank und Jörg

Es gab dann noch mal ein leichtes Gefälle, wo ich mich etwas erholen konnte, bevor es dann auf die letzten Kilometer ging. Jetzt kurz vor der Zielgeraden konnte auf einmal jeder wieder reintreten, als wären wir gerade erst gestartet. Na, klasse ... aber auch egal. Wir bogen auf die Zielgerade ein, die Zuschauer jubelten und ich überquerte erschöpft, aber glücklich das Ziel. Ich hatte gerade noch einen Schnitt über 40 gerettet. Wir wurden weitergeleitet zu den Erfrischungsständen und den Duschbereich. Langsam ließ ich mich ausrollen, schaute mich immer wieder um, soweit konnte Frank ja nicht hinter mir sein und dann entdeckte ich ihn auch, versteckt durch einige andere Fahrer. Zusammen rollten wir dann weiter, gaben unseren Transponder ab und erhielten unsere Medallien. Gemeinsam warteten wir auf die anderen aus unserer Gruppe. Mathias wartete schon und erzählte uns das er unterwegs gestürzt sei, aber außer ein paar Schürfwunden ist nichts schlimmes passiert. Thomas konnte auch seine 170 km nicht zu ende fahren, auf der Köhlbrandbrücke ist ihn auf der Abfahrt jemand in die Schaltung gefahren und er konnte nicht mehr Schalten, musste den Rest der Strecke im schwersten Gang zurücklegen. Herbert kam Thomas zusammen an. Jeder von uns wollte danach nur noch ins Hotel zum duschen, die Sachen hatten wir schon vorher gepackt, so das wir im direkt die Rückfahrt antreten konnten. War schon ein tolles Erlebnis, das ganze Wochenende, die Aussteller, die verschiedenen Veranstaltungen und natürlich die Cyclassics für Jedermann. Ich freue mich schon auf`s nächste Jahr. (JS)

 

Action auf der Köhlbrandbrücke
Jörg und Mathias im Ziel
Mathias und Frank im Ziel

 

Persönlicher Kommentar:
 

Im Gegensatz zum letzten Jahr, fiel mir das Rennen schwerer. Ich musste einfach mehr arbeiten für dieses Ergebnis. Das Gänsehaut Gefühl vom letzten Jahr fehlte dieses mal, vielleicht auch weil Frank mich schon vorher ganz verrückt gemacht hat, wegen dem Druck, ob wir die Leistung der letzten Cyclassics wieder erreichen können.
  (Jörg S.)

 

...folgt in kürze...

(Frank S.)

Unsere Ergebnisse im Einzelnen:

119 km

Rang
Name
Zeit
Rückstand
Rang/Kat.
km/h
296.
Jörg S.
2.49.50,3
9.34,6
164. Msen1
40,414
440.
Frank S.
2.52.37,1
11.21,3
82. Mann
39.995
3745.
Herbert H.
3.18.27,5
38,11,5
1778. Msen1
34,586
3747.
Thomas K.
3.18.28,8
38,13,1
1780. Msen1
34,582

55 km

Rang
Name
Zeit
Rückstand
Rang/Kat.
km/h
640.
Mathias F.
1.31.26,9
10,36,2
28. Mjun
37,398

alle Ergebnisse und noch mehr Info`s zu den Cyclassics hier!!!

 

 

 

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